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Bild des Benutzers Sonja_H
Beigetreten: 16. Februar 2012 - 12:25
Kontaktlinsen Kleinkind

Guten Tag!

Ich habe heute dieses sehr interessante Forum hier gefunden und hätte - da weder mein Mann noch ich Erfahrungen mit Kontaktlinsen haben - einige Fragen:

Unserer 3,5jährigen Tochter steht wegen Marfan nächste Woche ein Lensektomie und anteriore Vitrektomie bevor. Implantate wird sie aller Voraussicht nach noch nicht bekommen können.

Allerdings würden wir gerne Kontaktlinsen für sie versuchen. Worauf sollten wir da unbedingt achten? Bzw. wie lange müssen wir mit der Anpassung nach der OP warten? Es werden beide Augen gleichzeitig operiert.

Gibt es etwas, das wir tun können, um das Einsetzen und Herausnehmen der Linsen für sie positiv zu gestalten?

 

Danke!

Schöne Grüße

Sonja

Bild des Benutzers Kugelblitz
Beigetreten: 20. Juli 2011 - 10:30

Hallo Sonja,

soweit ich weiß, handelt es sich beim Marfan-Syndrom um eine schwere Erkrankung des Bindegewebes, bei der aber auch häufig die Augen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ist das richtig?

Was spricht denn gegen eine Brille und was sagt der Augenarzt?

Ich kann Dir leider keinen Rat geben, aber ich wünsche Euch alles Gute und ganz viel Kraft und Stärke.

LG Kugelblitz

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder

Dante Alighieri

Bild des Benutzers Sonja_H
Beigetreten: 16. Februar 2012 - 12:25

Hallo!

Danke für die Wünsche!

Genau, bei ihr sind bisher (GsD) nur die Augen betroffen. Dh. der Linsenhalteapparat ist defekt und daher sind die Linsen subluxiert.

Nach der OP ohne Implantat braucht sie eine Starbrille. Die wird sie auch auf jeden Fall bekommen.  Kontaktlinsen und Lesebrille sind laut Augenarzt die Alternative. Und das stellen wir uns ein wenig komfortabler für sie vor (auch wegen Spielen, Toben etc.) und sie hätte nicht so starke Gläser wie bei der Starbrille.

Ich versuche gerade einfach mich möglichst umfassend zu informieren. Oft ist es ja leider so, dass ein Arzt seine Meinung hat und die auch schlüssig vertreten kann und trotzdem stellt sich später heraus, dass es besser gegangen wäre.

 

LG

Sonja

Bild des Benutzers AgnesMaria
Beigetreten: 31. März 2006 - 0:00

Kontaktlinsen wären hier die beste Option. Man verwendet weiche Kontaktlinsen mit sauerstoffdurchlässigen Material welches ablagerungsresistent ist. Da gibt es, wegen dem Material, dem kleinen Radius und der Stärke, nicht viele Firmen die in Frage kommen. Das Ein- und Aussetzen der Linsen sowie die Reinigung wird einem beigebracht. Wenn man es dann beherrscht, geht es in Sekunden. 

Eine Brille ist trotzdem notwendig. Nicht immer können Linsen getragen werden. Dann benötigt man die Brille. Über die Linsen benötigt man auch noch eine Nahbrille (am besten einen Gleitsichtbrille) , weil ja keine Akkommodation mehr vorhanden ist.  Man kann schon 4 Wochen nach der OP Linsen anpassen. 

Auch an einen Blue-Blocker sollte man denken da ja keine Linsen zum Herausfiltern des UV-Lichtes mehr da sind, Sonst kann es über Jahre zu Veränderungen an der Netzhaut kommen. 

Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt umfassend beraten. Alle hier aufgelisteten Sehhilfen stehen ihrer Tochter zu und werden von der GKV bezuschußt.

 

LG

A.M.

In allen Grenzen ist auch etwas Positives.

 

Immanuel Kant

Bild des Benutzers Sonja_H
Beigetreten: 16. Februar 2012 - 12:25

Herzlichen Dank für die Informationen!

 

Uns wurde auch gesagt, dass es für Kinder Linsen gibt, die sie bis zu einer Woche im Auge behalten können.

Was ist davon zu halten? Einerseits wäre es natürlich eine große Erleichterung, andererseits wird es wohl davon abhängen, ob sie dies auch verträgt.

 

Lg

Sonja

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Hallo Sonja,

 

wenn das Herausnehmen und Einsetzen keine Probleme macht, ist das 1-Woche -Tragen nicht sinnvoll. Die Gefahr, dass sich nach einiger Zeit Unverträglichkeiten zeigen, ist dann viel zu groß.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers AgnesMaria
Beigetreten: 31. März 2006 - 0:00

Uns wurde auch gesagt, dass es für Kinder Linsen gibt, die sie bis zu einer Woche im Auge behalten können.

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Es sind Jahreslinsen die angepaßt werden. Keine Austauschlinsen. Deswegen sollten die Linsen wenn möglich täglich abends herausgenommen werden. Man kann sie aber auch mal länger tragen wenn das die Ausnahme bleibt.

In allen Grenzen ist auch etwas Positives.

 

Immanuel Kant

Bild des Benutzers Sonja_H
Beigetreten: 16. Februar 2012 - 12:25

Guten Abend!

Interessant. Uns wurde das eben genauso gesagt, dass dann die Linsen nur einmal wöchentlich gewechselt werden müssen (und nicht sozusagen "Wochenlinsen" sind, die nach einer Woche täglichen Herausnehmens und Einsetzens auszuwechseln sind). Mit dem Hintergrund, dass eben die Prozedur des täglichen Herausnehmens und Einsetzens den Kindern erspart werden kann.

Mittlerweile habe ich aber gelernt, dass es eben für das Auge nicht besonders gut wäre.

Genau nach solchen Zusatzinformationen habe ich gesucht!

Schließlich wollen wir ihre ansonsten gesunden Augen ja noch möglichst lange gut erhalten.

Danke für die Hinweise! Wir hoffen halt, dass sie sich schnell an die Linsen gewöhnt.

 

LG

Sonja

Bild des Benutzers lore
Beigetreten: 23. April 2010 - 23:59

Ich bin etwas irritiert, dass hier nur von weichen Linsen die Rede ist. Ich bin selbst auch aphak, und hatte mit 3,5 Jahren schon lange harte Linsen. Meine Kinder, 3,5 und 4,5 Jahre alt und beid- bzw. einseitig aphak, tragen auch beide harte Linsen von Anfang an. Die sollte man allerdings auch täglich rausnehmen, was wir auch machen. Der Große kann das Rein- und Rausmachen schon selbst, der Kleine bislang nur das Rausmachen. Bei uns empfiehlt weder Augenarzt noch Optiker weiche Linsen. Der Kleine hatte am Anfang mal SilSoft-Linsen und immer rote Augen.

Viele Grüße

Lore

Bild des Benutzers AgnesMaria
Beigetreten: 31. März 2006 - 0:00

Bei Marfan-Syndrom mit der Bindegewebsschwäche passt man weiche KL  an. Das Alter, die Abwachlung die Sklera, der Radius, die Tränensekretion, die Hanhabung, alles spielt damit rein.  

In allen Grenzen ist auch etwas Positives.

 

Immanuel Kant